Kinder unter sechs Jahren gehören noch in einen dafür vorgesehenen Kindersitz. Werden diese jedoch älter, dann werden Kinder im Auto häufig falsch angeschnallt, weil die Eltern die Gurte für Erwachsene benutzen.
Laut der neusten Erhebung der Bundesanstalt für Straßenwesen, kurz BASt, geht die Entwicklung hervor, dass immer mehr Kinder im Auto falsch gesichert sind. Normalerweise brauchen auch Kinder ab sechs Jahren noch einen geeigneten Kindersitz. Sonst könnte dies bei einem Unfall schwere Folgen für das Kind haben. Die Gurte für Erwachsene sind nicht altersgerecht bei den Kindern und liegen falsch am Körper an, da diese oft zu klein sind. Erst ab einem Alter von etwa 10 bis 12 Jahren kann man völlig auf den Kindersitz verzichten, weil sie dann eine angemessene Größe erreicht haben. Gerade die kurzen Strecken innerorts sind gefährlich. Hier denken die Eltern oft, dass sowieso nichts passieren kann. Doch schon ein Aufprall mit 50 km/h kann schwere Verletzungen herbeiführen, wenn das Kind nicht richtig angeschnallt ist. Nach einer Messung saßen nur 58 Prozent der Kinder bei Fahrten in der Ortschaft richtig. Bei den Fahrten über Landstraßen lag die Nutzungsquote für Kindersitze im gleichen Alter bei 63 Prozent.
Die Erwachsenen achten zwar immer mehr darauf, sich anzuschnallen und auch die Kinder zu sichern, doch es kommt immer darauf an, in welcher Form die Kinder gesichert sind. Bis zwölf Jahre gibt es in Deutschland sogar eine Vorschrift, dass Kinder auf einem Sitz Platznehmen müssen. Dieser erhöht die Sitzposition und nur dann kann auch der Gurt für Erwachsene gut Sicherheit bieten.