Es gibt immer wieder interessante Gerichtsurteile aus dem Straßenverkehr und dem Bereich der Autos. Wenn man hier die Augen offen hält, dann kann man immer richtig handeln. So zum Beispiel auch gegenüber der Versicherung.

Wenn man beispielsweise den falschen Kraftstoff in seinen Wagen gefüllt hat, dann kostet das einen nicht den Versicherungsschutz. Das hat ein Urteil des Oberlandesgericht Düsseldorf festgelegt. In einem solchen Fall darf man dem Autofahrer keine grobe Fahrlässigkeit nachsagen, weswegen der Versicherungsschutz normalerweise verfallen würde. Hier hat ein Fahrzeughalter seine Vollkaskoversicherung verklagt, die nicht zahlen wolle. Dabei hatte der Kläger versehentlich Benzin statt Diesel getankt. Beim Weiterfahren hat sich das Auto dann erhitzt, sodass es in Brand geriet. Die Versicherung jedoch wollte dem Fahrzeughalter einen groben und fahrlässigen Fehler nachweisen. Das Gericht sah jedoch, dass die Verwechslung an den Zapfsäulen nicht ungewöhnlich ist. In diesem Fall darf also nicht davon ausgegangen werden, dass der Fahrer nicht geprüft hat, welchen Kraftstoff das Auto braucht.

Ein weiteres Urteil bezieht sich auf Neuwagen. Das Oberlandesgericht in Karlsruhe hat daher festgelegt, dass ein Leck in der Karosserie einen Käufer eines Neuwagens berechtigt, dieser wieder zurückzugeben. Sobald Wasser durch eine undichte Stelle ins Auto dringt, ist die ein erheblicher Schaden. In besagten Fall hatte ein Mann festgestellt nach fünf Monaten, dass Wasser in den Kofferraum sickert. Dieses trat durch die Heckklappe ein. Der Käufer wollte daher vom Kaufvertrag zurücktreten. Das Gericht hat dem Mann recht gegeben. Die Reparatur hätte zwar nur 300 Euro gekostet, doch es handele sich hier um einen erheblichen Schaden. Durch den Wassereintritt kann das Auto rosten, obwohl es ein Neuwagen ist.