Die aktuellen Spritpreise sind mit über 1,50 Euro pro Liter Benzin so hoch wie noch nie und dennoch wird laut der Zeitung “Bild” im Bundesfinanzministerium darüber nachgedacht, die KFZ-Steuer zu erhöhen. Die Zeitung beruft sich dabei auf ein Eckpunktepapier der Bundesregierung, aber das Bundesfinanzministerium nannte es eine reine Spekulation. Nach dem Eckpunktepapier soll auf alle Benzin-, und Dieselfahrzeuge (Schadstoffklasse Euro 2 und Euro 4) die vor dem Jahre 2009 zugelassen wurden, eine zusätzliche Steuer erhoben werden. Diese Zusatzsteuer liegt bei 1,25 Euro pro 100 Kubikzentimeter Hubraum. Von dieser Extrasteuer wären dann über 16 Millionen Fahrzeuge betroffen und würden Fahrten mit dem Auto noch einmal verteuern.
Auf alle Fahrzeuge der Schadstoffklasse Euro 4 soll ebenfalls eine Hochstufung, allerdings erst ab dem Jahre 2011, erfolgen. Bei Autos, die ab dem Jahre 2009 zugelassen werden, soll die Besteuerung gestaffelt entsprechend dem CO2-Ausstoß erfolgen. Wer eine Oberklasse-Limousine mit einem CO2-Ausstoß von über 160 Gramm fährt, der muss dafür künftig satte 2,60 Euro je Gramm CO2 extra zahlen. Dieses neue Steuermodell soll die Autofahrer dazu bringen beim Autokauf verstärkt auf den Schadstoffausstoß zu achten. Derzeit nehmen die Länder durch die KFZ-Steuer jedes Jahr rund 9 Milliarden Euro ein und aufgrund der Steuerpläne wird mit zusätzlichen Steuereinnahmen von 26 Milliarden Euro in den kommenden fünf Jahren gerechnet. Nach Angaben des Bundesumweltministers Sigmar Gabriel und des Bundesverkehrsministers Wolfgang Tiefensee sollen Autofahrer, die ein Altfahrzeug besitzen keine steuerliche Mehrbelastung erfahren.
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