Es passiert immer wieder: Rehe oder Wildschweine laufen über Autobahnen und verursachen schlimme Unfälle. Nicht nur die Tiere sterben dabei, auch einige Autofahrer haben einen solchen Crash nicht überlebt. Viele Wildunfälle konnten jedoch durch Grünbrücken vermieden werden.

Grünbrücken sind Überführungen nur für Tiere. Sie sind mit Bäumen und Sträuchern bewachsen und etwa 50 bis 100 m breit. Eine Grünbrücke kostet zwischen eine und drei Millionen Euro. Somit können die Tiere nicht mehr mit Autos und LKW kollidieren und schwere Unfälle erzeugen. Im Jahr 2006 verunglückten 2851 Menschen auf Grund von Wildunfällen. Doch auch die Welt der Tiere trägt unheimliche Schäden davon. Alle 2,5 Minuten wird ein Tier von einem Auto erfasst.

Die Fachleuchte sind sich einig. Deutschland braucht mehr Grünbrücken. Nur wenige sind bisher an viel befahrenen Autobahnen geplant. Zu wenig im Vergleich zu den gefährlichen Verkehrsstellen. Diese Art der Überquerungshilfe kann es zukünftig auch an Bundesstraßen geben. Derzeit gibt es in ganz Deutschland nur 36 solcher Brücken. Sollte sich diese Zahl nicht schnell nach oben korrigieren, so sind seltene Arten, wie der Dachs, vom Aussterben bedroht. Auch die Versuche verschiedenen Wildtieren in Deutschland wieder heimisch zu bekommen kann scheitern, wenn nicht der Lebensraum dieser Tiere gesichert wird.
Bisher fehlt die Rechtsgrundlage, um solche Brücken nachträglich durchzusetzen. Bisher werden sie nur bei Neu- und Ausbauten von Autobahnen und Bundesstraßen mit eingeplant.


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