Wer sich einen gebrauchten Wagen zulegen möchte, hat im Winter die besten Chancen auf ein Schnäppchen. Allerdings sollte man auf einige Dinge achten, sonst kann der Schnäppchenfall ein Reinfall werden.

Der Gebrauchtwagen im Winter

Nicht immer können Mängel beim Gebrauchtwagen mit bloßem Auge erkannt werden. Wer sich für einen Winterkauf entscheidet, sollte sich nicht nur vom schönen Schein blenden lassen, sondern den Gebrauchten mit kritischem Blick unter die Lupe nehmen. Wenn Schnee und Eis uns im Griff hat und die Autos bedeckt sind, ist die Wahl schon schwieriger als im Sommer. Da gibt es bessere Zeitpunkte um einen Gebrauchtwagen zu kaufen. Aber allgemein gilt, dass im Winter die Preise tiefer liegen, was natürlich viele Autokäufer anlockt. Als Alternative zum Gebrauchtwagenhändler, kann sich hier eine Autobörse als bessere Wahl herausstellen.

Hier folgen ein paar Tipps worauf beim Gebrauchtwagenkauf im Winter geachtet werden sollte:

  • Winterzeit ist Reifenzeit. Hier gilt zu kontrollieren wie tief das Profil der Bereifung ist und ob einheitliche Reifen aufgezogen sind. Zudem sollten die Reifen mit der Eintragung im Fahrzeugschein übereinstimmen.
  • Auch wichtig ist der Zustand der Batterie. Wie steht es mit dem Säurestand, sind die Pole eventuell eingefettet und sauber. Das kann gemessen werden.
  • Bei winterlichen Temperaturen muss Frostschutz im Kühler sein. Auch das sollte überprüft werden.
  • Wie ist es mit der Beleuchtung, wichtig dabei das Stand-, Fern-, Bremslicht und die Blinker.
  • Sind die Bremsen ok oder ziehen sie nach einer Seite, wenn man bremst auf einer geraden Straße.
  • Ein Blick unter die Motorhaube lohnt allemal. Lassen sich die Motorhaube und der Kofferraum leicht öffnen.
  • Motor und Getriebe sollten auf austretendes Öl untersucht werden, gerade auch von unten am rückwärtigen Motor.
  • Der Motor sollte gestartet werden, springt er direkt an oder stottert er, da genügt vielleicht ein Blick auf die Batterie.

Sorgfältig prüfen vor dem Kauf
Auch was den Preis betrifft, sollte man nicht alles bezahlen, was ausgezeichnet ist. Eine Fahrzeugbewertung vor dem Kauf ist sinnvoll. Damit kann man sich über den aktuellen Marktpreis informieren. Im Internet kann so eine Fahrzeugbewertung kostenlos selbst durchgeführt werden. Ebenfalls wichtig ist das Datum der nächsten Haupt- und Abgasuntersuchung. Für beide Termine sollte noch ein Jahr Spielraum sein. Hatte das Auto schon größere Unfälle hinter sich. Hier am besten die Rechnungen über eventuelle Austauschteile zeigen lassen. Zudem sollte man sich die Fahrzeugpapiere genau ansehen. Stimmen alle Einträge mit dem Fahrzeug überein. Bei reimportieren Fahrzeugen muss auf die Eintragung in der Zulassungsbescheinigung Teil II geachtet werden.

Sehr sinnvoll ist es, sich vor dem Kauf eine Checkliste anzufertigen. Somit kann eigentlich nichts übersehen werden. Reifen und Felgen sollten einwandfrei. Sind Schrammen oder Beulen vorhanden, hat das Fahrzeug manchen Kontakt mit dem Bordstein gehabt. Hier besteht dann die Gefahr, dass die Lenkung und Gummis des Fahrwerkes beschädigt sind. Die Scheiben sollten kratzerfrei sein. Braucht man eine neue Windschutzscheibe so muss man bis zu 500 Euro veranschlagen. Ebenso sollte darauf geachtet werden, dass das Fahrzeuginnere keine Feuchtigkeit zeigt. Undichte Fenster können teuer werden.

Noch ein Tipp: Nie mit dem gesamten Bargeld zum Autokauf fahren. Schon manchesmal wurde ein „Notverkauf“ gegen Bares als fieser Trick propagiert und der Käufer wurde bestohlen. Auch sollte man immer mit einem Kaufvertrag kaufen.