In der heutigen Zeit sind Funkschlüssel bei Autos nahezu Standard. Nun haben Wissenschaftler der Universität Bochum gravierende Sicherheitslecks festgestellt.

Die Funk-Autoschlüssel können mit einfacher Technik, wie sie jeder Baumarkt anbietet, ausspioniert werden. Je nach Schlüsselmodell kann auch der Kofferraum oder die Außenbeleuchtung eingeschaltet werden. Das Wissenschaftler-Team hat im Rahmen eines Forschungsprojekts erhebliche Schwachstellen bei den weit verbreiteten Keeloq-Sicherheitssysteme gefunden.

Dabei wurde der Energieverbrauch eines Mikroprozessors in den Funkschlüsseln und Funkfernbedienungen gemessen. Im Anschluss erfolgte die Auswertung und gelangte so an die eigentlich gut abgesicherten Sicherheitscodes des jeweiligen Autoherstellers. Sobald die Codes bekannt waren, können damit alle Fahrzeuge der Automarke geöffnet werden. Nun rechnen die Forscher in Zukunft damit, dass die Sicherheitscodes im Netz verbreitet werden könnten.

Die Autodiebe benötigen nur Technik aus dem Baumarkt womit sie die Funkfrequenzen der Zentralverriegelung eines Autos oder einer Fernbedienung für ein Garagentor abfangen können. Diese Datenspionage funktioniert nur aus 100 Metern Entfernung und ist der Autodieb erst einmal im Besitz der Sicherheitscodes einer Automarke kann er alle Fahrzeuge knacken. Dafür muss er vorher nur zwei Funksignale abgefangen haben. Die Keeloq-Sicherheitssysteme werden vorwiegend von ausländischen Autoherstellern eingesetzt und nahezu jeder Garagentor-Hersteller verwendet sie. Als Zugangskontrolle für sensible Bereich eines Gebäudes sind diese Sicherheitssysteme ebenfalls stark verbreitet.