Autos und Karosserien generell werden immer sicherer und stabiler. Hier kann es jedoch schnell passieren, dass im Ernstfall die Personen nicht gut aus dem Wrack geborgen werden können. Der feste Stahl macht es dem Rettungsdienst nicht leicht, in das Auto einzudringen und die schwer verletzten Passagiere zu befreien.

Daher verzögern die neuen Karosserien häufig die Bergungen nach einem Unfall. Die meisten Bereiche am Auto sind nicht mehr ohne ein schweres hydraulisches Gerät zu öffnen, wenn der Wagen verformt ist. Darauf wurde auch auf der IAA in Frankfurt hingewiesen, die noch bis zum 27. September läuft. Auch der ADAC hat zu diesem Thema schon eine Studie durchführen können. Dabei ist herausgekommen, dass je neuer die Modelle sind, desto länger dauert es auch, die Verletzten aus dem Wagen zu befreien, wenn dieser beschädigt ist. Teilweise dauern diese Aktionen dann mehr als eine Stunde, was bei den Verletzten manchmal auch schon das Leben kosten kann. Bei älteren Baujahren geht die Rettung wesentlich schneller und die Verletzten können eher ins Krankenhaus gefahren werden.

Die Feuerwehren geben selbst bekannt, dass die Personenrettungen in solchen Fällen immer mit viel Geschick und auch mit Handwerk zu tun haben. Daher müssen sich die Hersteller auch langsam Wege und mittel überlegen, wie die Autos sicher beleiben können. Doch bei einem Unfall auch leicht geöffnet werden können. Die Feuerwehren und der ADAC haben den Autoherstellern die Daten zur Verfügung gestellt, sodass diese dem Problem auch glauben schenken können. Ob sich jedoch wirklich was ändert, wagen die Experten zu bezweifeln.