Als Druckguss wird ein Gussverfahren bezeichnet bei dem metallische Werkstoffe unter einem hohen Druck in eine Druckgussform gepresst werden. Das Verfahren eignet sich besonders für die Herstellung von Serienprodukten, da hierbei mit einer Dauerform gearbeitet wird.

Auf diese Weise fällt der Aufwand zur Herstellung der Form nur einmal an und es können Produkte in hohen Mengen und in gleichbleibender Qualität gegossen werden. Druckgießteile zeichnen sich durch glatte Flächen und Kanten aus und haben sehr geringe Maßtoleranzen. Es lassen sich kleine Wandstärken von etwa 1mm realisieren.

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Foto: Druckguss in der Automobilindustrie

Eine weitere Optimierung der Qualität wird durch das vakuumunterstützte Druckgießverfahren erreicht, da sich auf diese Weise Werkstücke mit sehr geringen Gaseinschlüssen herstellen lassen. Als Werkstoffe kommen hierbei am häufigsten Legierungen aus Aluminium, Zink und Magnesium vor. Insbesondere Autohersteller und ihre Zulieferer setzen heute das Druckgießverfahren ein, um Bauteile in großen Serien herstellen zu können.

Druckgegossene Werkstücke zeichnen sich durch eine hohe Steifigkeit aus und sind bei höheren Temperaturen noch belastbar. Auch die Gestaltfestigkeit solcher Teile ist sehr gut, d.h. sie verformen sich nur minimal. Allerdings lassen sich manche komplizierte Geometrien mit druckgegossenen Metallen nicht realisieren. Entwickelt wurde diese Gießtechnik bereits vor etwa 100 Jahren in den USA, wobei zunächst andere Bezeichnungen üblich waren, z.B. Pressguss und Fertigguss.