Seit fünfzig Jahren rettet der Dreipunktgurt bei jedem Autounfall Leben. Die Zeiten, wo man lässig ohne Gurt im Auto sitzen sollte sind vorbei. Dank der funktionierenden Technik gehen viele Kollisionen glimpflich aus die Autofahrer werden optimal geschützt.

Der Erfinder des Gurtes war der Volvo-Ingenieur Nils Bohlin. Selbst mit Werbung im Fernsehen und in Zeitungen forderte man die Bevölkerung auf das Gurtsystem nachzurüsten und sollte bereits eins vorhanden sein, dieses auch zu nutzen. Erst 1976 wurde die Gurtpflicht in Deutschland eingeführt. Erst 1984 musste man jedoch Strafe zahlen, wenn man während der Fahrt nicht angeschnallt war.

Nils Bohlin war vor allem für die Entwicklung von Schleuderistzen verantwortlich, bevor er 1958 als Sicherheitsingenieur zu Volvo ging. Der Zweipunktgurt existierte bereits, doch bei einem Unfall konnte die Person schwere innere Verletzungen davontragen. Hüften und Oberkörper mussten am Autositz gehalten werden und somit entwickelte er den Dreipunktgurt. In der Marke Volvo konnte man die ersten Modelle des Gurtes bestaunen.

Die Akzeptanz des neuen Sicherheitssystems setze jedoch nur langsam ein. Oftmals wurde der Gurt als unbequem und beengend dargestellt. Viele Crashtests und Unfälle konnten die Nutzer endlich überzeugen und mit der Gurtpflicht gewöhnten sich langsam die Menschen an den Lebensretter. Die tödlichen Verkehrsunfälle sind drastisch abgefallen und werden auf bis zu 40 Prozent weniger im Jahr geschätzt.

Vom normalen Dreipunktgurt gab es noch zahlreiche gesonderte Ausführungen, wie zum Beispiel ein schmaler Gurt für Frauen oder ein aufblasbarer Gurt mit Kraftbegrenzung. Außerdem wird über ein Vierpunktgurtsystem in neuen deutschen Autos nachgedacht. Bisher setzte sich jedoch nichts so sehr durch, wie das Modell des bereits seit sieben Jahren verstorbenen Nils Bohlin.