Bei einem Kurzzeitkennzeichen handelt es sich um ein Kennzeichen, das fünf Tage nach der Anmeldung seine Gültigkeit verliert. Kurzzeitkennzeichen werden in der Regel für Probefahrten, zur Überführung oder bei der Vorführung bei der DEKRA oder dem TÜV für beliebige Fahrzeuge innerhalb der Bundesrepublik Deutschland verwendet.

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Kurzzeitkennzeichen weisen an ihrem rechten Rand ein gelbes Feld auf, in dem ihr Ablaufdatum vermerkt ist. Der genaue Ablaufzeitpunkt besteht aus drei Ziffernpaaren, wobei das erste Ziffernpaar für den genauen Tag, das zweite für den Monat und das dritte Ziffernpaar schließlich für die Jahreszahl steht. Nach Ablauf dieses Datums ist eine weitere Benutzung des Kennzeichens nicht erlaubt.

Besonderheiten eines Kurzzeitkennzeichens
Kurzzeitkennzeichen sind, im Gegensatz zu den roten Kennzeichen, die gewerblichen Kfz-Händlern vorbehalten sind, auch für Privatpersonen verfügbar. Zu beachten ist hierbei, dass ein Kurzzeitkennzeichen lediglich an einem einzigen Fahrzeug genutzt werden darf. Zudem muss beachtet werden, dass für ein Fahrzeug mit Kurzzeitkennzeichen keine HU oder AU notwendig ist. Ebenso wenig finden Regelungen bezüglich einer Abgasplakette Anwendung bei einem Kurzzeitkennzeichen.

Welche Gebühren fallen an?
Die Zulassungsdienste erheben für die Anmeldung eines Kurzzeitkennzeichens eine einmalige Verwaltungsgebühr von 10,20 Euro. Diese ist bundeseinheitlich gültig. Zuzüglich muss der Fahrzeugbesitzer etwa zehn Euro für das Erstellen der Nummernschilder einkalkulieren. Die Kosten für die Versicherung hängen zum einen vom jeweiligen Versicherungsanbieter und zum anderen vom gewünschten Umfang der Versicherung ab. Sollte das Fahrzeug nach Ablauf des Kurzkennzeichens bei der jeweiligen Versicherungsgesellschaft versichert werden, verrechnet der Versicherungsanbieter diesen Betrag jedoch in aller Regel.

Welche Unterlagen werden für die Anmeldung eines Kurzzeitkennzeichens benötigt?
– Gültiger Personalausweis bzw. Reisepass mit einer aktuellen Meldebescheinigung des Fahrzeugbesitzers
– eine Vollmacht, sollte man im Auftrag einer anderen Person handeln
– Deckungskarte der jeweiligen Versicherung (eVB-Nummer)
– Gewerbeanmeldung bei geschäftlicher Nutzung des Fahrzeugs

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