Zukünftig werden Wagen per Steckdose getankt. Vorerst war dies ein Traum der Entwickler. Immer naher rückt der Zeitpunkt, dass dieser Traum für jeden Fahrer werden kann. Seit durch die Bundesregierung 115 Millionen Euro in die Erprobung von elektronischen Autos gesteckt wurde, hat sich einiges getan. Gemeinsam mit Städten planen Stromanbieter an der Infrastruktur dieses Planes mit. Es sollen 150 Wechselstationen sowie Tausende öffentliche Tankstellen entstehen. Die 250kg schweren Akkus können dort rein automatisch getauscht werden. Dieser Vorgang soll weniger als zwei Minuten dauern. Der Autohersteller Renault bastelt an Vorführmodellen. Im September findet die internationale Automobil-Ausstellung in Frankfurt am Main statt. Dort soll eine Mégane Limousine im Rampenlicht stehen. Projektpartner Better Place präsentierte in Japan längst eine Wechselstation. Doch die Umstellung dafür wird in der Zukunft hohe Summen kosten.
Auch andere Automobilhersteller bauen derzeit an elektronischen Modellen. In Berlin sind schon jetzt 50 Minis unterwegs. Es werden demnächst 100 Smart und Mercedes Benz folgen. Für das Jahr 2010 stehen bereits erste Prototypen den Renaults Kangoo Rapid Elektro auf dem Plan. Das man Nummer eins auf dem Markt werden will berichtet Renault-Chef Carlos Ghosn. Mit diesem Projekt sieht man auch den dahinter steckenden Ehrgeiz. Ab 2012 sollen jährlich bis zu 100 000 Elektroautos vom Band rollen. Diese versprechen sogar die Leistung eines 1,6-Liter-Benziners. Für den Erfolg dieser ökologischen Wagen dürfte wohl die Seite der Kosten sein. Die Batteriekapazitäten würden von 15 auf 24 Kilowattstunden erhöht und das kostet rund 20 000 Euro. Doch im Gegensatz zu Benzin versteuert man Strom noch nicht.