Am Tage ist die Sicht selten ein Problem beim Autofahren. Man kann weit blicken und erkennt rechtzeitig, ob sich Fußgänger oder Radfahrer auf der Fahrbahn bewegen. Man wird auch nicht von den entgegenkommenden Fahrzeugen geblendet oder gestört. Somit kann man zügig und vor allem auch sicher reisen.

In der Nacht erreicht das Auge jedoch nur noch ein Zehntel der normalen Sehleistung. Fußgänger oder Radfahrer können somit leicht übersehen werden und haben ein höheres Risiko, wenn sie sich bei Nacht auf der Straße bewegen. Nächtliche Unfälle geschehen oft und bringen viele Tote mit sich. Das liegt aber vor allem daran, dass viele Fahrer über die Grenzen des menschlichen Sehens hinaus fahren. Hohe Geschwindigkeiten, obwohl es die Sicht nicht zulassen bewirken schnell einen Unfall.

Auch Übermüdung und Alkohol führen in der Nacht häufig zu Unglücken. Schon ab 0,3 Promille ist das Blickfeld eingeschränkt und die Reaktionszeit nimmt ab. Hell-Dunkel-Kontraste können weniger gut wahrgenommen werden. Das Auto ist jedoch eine bekannte Umgebung und bringt ein Sicherheitsgefühl mit sich. Somit werden Situation falsch eingeschätzt und der Fahrer überschätzt sich in seinem Verhalten schnell.

Natürlich können entgegenkommende Fahrzeuge blenden, oder mitfahrende Insassen ablenken. Generell gesagt sei, dass das Sehvermögen rapide abnimmt. Es ist schwierig dunkel gekleidete Personen zu erkennen und meist geschieht dies erst die letzten 25 Meter. Bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h kann man dann nicht mehr anhalten. Die Geschwindigkeit muss der Sicht angepasst werden.


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